Trotz Schuldspruch, potentieller Schadensersatzzahlung in Millionenhöhe und Unterlassungsverfügung, will Psystar offenbar weiterhin RebelEFI anbieten. Gestern war die Webseite der Firma zwischenzeitlich nicht mehr zu erreichen und ein Bericht von Dow Jones Newswires erweckte den Eindruck, Psystar würde "sofort schließen". Doch inzwischen äußerte sich der Anwalt einer texanischen Kanzlei, die Psystar mit ihrer Klage gegen Apple in Florida vertritt, gegenüber computerworld.com folgendermaßen: "Psystar beabsichtigt nicht, das Geschäft dauerhaft einzustellen". Tatsächlich lässt sich inzwischen wieder auf Psystars Onlineshop zurückgreifen, der ausschließlich RebelEFI anbietet - die Software zur Installation von Mac OS X auf bestimmten PCs wird derzeit als "vergriffen" aufgeführt, lässt sich aber dennoch herunterladen.
RebelEFI ist kein Bestandteil der von Apple erwirkten Unterlassungsverfügung, obwohl die darin festgesetzten Vorgaben das Einsatzgebiet dieser Software ebenfalls zu untersagen scheinen. Psystar plant jedenfalls auch hier die juristischen Möglichkeiten weiter auszuschöpfen und will die Legalität von RebelEFI nach Angabe des Anwalts ebenfalls vor Gericht prüfen lassen. Auch Psystars Klage gegen Apple in Florida, die sich kartellrechtlichen Aspekten der Verbindung aus Mac OS X und Mac-Hardware widmet, läuft weiterhin.
Dez
19


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